Wir alle sind Besucher dieser Zeit und dieses Ortes. Unser Ziel ist es, zu beobachten, zu lernen, zu wachsen, zu lieben und schließlich nach Hause zurückzukehren.

Erkenne die Zeichen deiner Seele

Jeder Mensch hat eine Seele. Sie ist feinstofflich, entspringt dem Universum – der Quelle allen Seins – und bildet unseren Ursprung. Um diese dichte 3D-Welt erfahren zu können, braucht die Seele einen Körper, also feste Materie. Sie nutzt auch unseren Geist und Verstand, um zu verstehen und umzusetzen, was sie uns mitteilen möchte. Die Seele möchte lernen, wachsen, sich weiterentwickeln und ihre Seelenaufgabe in diesem Leben erfüllen.

Unsere Seele kann mehrfach in einem Körper inkarnieren und sich – je nachdem, was sie für ihre Entwicklung braucht – eine neue Familie und neue Lebensumstände wählen. Zugleich kann jede Seele Lehrmeisterin für andere Seelen sein: Sie kann uns Gutes lehren, aber auch aufzeigen, was wir nicht oder anders machen möchten. Je nachdem, welche Erfahrungen wir in diesem Leben sammeln wollen, begegnen uns Herausforderungen und Lektionen in der Schule des Lebens.

Im Laufe des Lebens erleben viele Menschen belastende Erfahrungen und Traumata – etwa Unterdrückung, Gewalt, Mobbing, Schicksalsschläge, Misshandlungen, die Scheidung der Eltern, den Tod eines nahestehenden Menschen, Vernachlässigung, mangelnde Liebe oder Krankheiten. Auch scheinbar kleine Erlebnisse können uns nachhaltig prägen. Hinzu kommen Konditionierungen und Glaubenssätze, die wir oft seit unserer Kindheit in uns tragen: «Das kannst du nicht», «Du bist zu dick», «Du bist dumm», «Du hast zwei linke Hände», «Aus dir wird nichts» oder «In unserer Familie war das schon immer so». Diese Glaubenssätze sind ganz individuell – und sie können unser Leben stark beeinflussen.

Auch Druck und Stress hinterlassen ihre Spuren: der Wunsch, einer Norm zu entsprechen, so zu sein wie alle anderen, nicht aufzufallen, uns ständig anzupassen, nicht für uns einzustehen oder perfekt sein zu wollen. Ebenso belastend kann die Frage sein: «Was denken die anderen über mich?» Wenn wir uns mit diesen Themen nicht auseinandersetzen und sie nicht auflösen, können sie uns langfristig belasten.

Oft nehmen wir uns zu wenig Zeit, um innezuhalten und uns selbst zu hinterfragen: Warum musste ich das ertragen? Warum wird mir gesagt, dass ich das nicht kann? Warum bin ich krank oder habe Schmerzen? Warum habe ich Depressionen? Warum verhalte ich mich so? Was wünsche ich mir für mein Leben? Was möchte ich lernen und erreichen? Was ist mein Sinn im Leben? Was wollen mir andere Seelen zeigen? Warum bin ich hier? Wie verhalte ich mich gegenüber anderen Menschen? Was tue ich Gutes für meinen Körper? Wie ernähre ich mich? Und was kann ich für meine Umwelt tun?

Stattdessen verdrängen wir vieles und machen einfach weiter. Häufig richten wir unsere Aufmerksamkeit stärker auf das Aussen als auf unser Inneres. Wir lenken uns mit Medien, TV, Handy oder materiellem Konsum ab und glauben, damit unsere Gefühle und Emotionen stillen zu können. In Wahrheit werden sie dadurch oft nur kurzfristig verdrängt – nicht dauerhaft und nicht ein Leben lang.

Es geht darum zu erkennen, welche Lektionen in unserem Inneren gesehen und gelöst werden möchten, damit sich Blockaden lösen und unsere Energie wieder frei fliessen kann. Es geht darum, in Einklang mit uns selbst zu kommen und uns so zu lieben, wie wir sind. Wir dürfen uns bewusst machen: Unsere Gedanken beeinflussen, wie wir uns selbst und unsere Umgebung wahrnehmen. Und wir können sie jederzeit verändern. Wir sind die Schöpfer unseres eigenen Lebens.

Dafür dürfen wir zur Ruhe kommen und uns bewusst Zeit für uns selbst nehmen. Sich selbst zu reflektieren, ist jedoch oft schwierig, weil wir tief in alten Mustern, Traumata und Konditionierungen verstrickt sind. Dann kann die Begleitung durch eine Fachperson hilfreich sein – wertfrei, neutral und mit einer neuen Perspektive. So kann sichtbar werden, welche alten Prägungen uns nicht mehr dienen und wie wir uns Schritt für Schritt davon lösen können.